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VISP Grafenwörth - Eine Ansammlung gescheiterter Menschen (Erfahrungsbericht)

Aktiver Admin am Mo, 25.05.2015 - 16:54

1. Versuch:

Ich war also heut früh unterwegs, Abfahrt 6:33 ab Klosterneuburg, Ankunft um 7:20 in Korneuburg, 2 Minuten später als der Fahrplan will. Und so war der Wiesel-Bus ganz knapp weg, denn der fährt um 7:20. Genau das hab ich geahnt seit Tagen, man kennt die Bundesbahn ...
 
Der Chauffeur sah mich laufen, und wie es halt so bei Wieseln ist, sie laufen weg, wenn einer gelaufen kommt.
 
Doch der Bus um 7:20 früh war der letzte am heutigen Tag nach Grafenwörth ....
 
Und so hab ich den Termin telefonisch abgesagt und verschoben auf morgen früh. Hab i a Freid!!!

2. Versuuch, nächster Tag

Für heute nur VISP in Grafenwörth, aber ich hab auch noch besseres für später einmal zu berichten (Ich war dort nicht, sagte letztes Jahr das AMS, wo ich doch sicher war, dass ich dort war.)
 
VISP: Eine Ansammlung gescheiterter Menschen, oft mit Alkoholproblem, daher streng kontrolliertes Alkoholverbot im Betrieb samt Sanktionen (mir unbekannter Art). Hämmern, Klopfen, Fernseher zerlegen. Ein Klima wie Mauthausen light: Oberschicht, Unterschicht, brav, schlimm,  Maßregelungen, Einschüchterung:
 
Meine Frage: "Wo ist der nächste Bahnhof?"

Antwort: "Wenn Sie mir e-Mails schreiben können, können Sie auch nachsehen, wo der ist!" (Was ja an sich richtig ist! Doch ist es keine Antwort, es ist eine emotionale Äußerung. Die halte ich für legitim im Dialog.)

Irgendwann bekam ich heraus, wo der Bahnhof ist ("Benehmen Sie sich", sagte ich, "Sie wollen was von mir, meine Arbeitskraft, also seien Sie kooperativ!").

Antwort eben: "Dort in  ... (hab ich vergessen, war aber eh falsch)."

"Und wie weit ist das?"

Antwort: "8 km."

"Das ist aber weit!"

Antwort (rasch): "Wo ist das Problem?"

"Bei 8 km!"

Stille. Auf erfolglose Einschüchterung war sie nicht programmiert. Normal geht das eini.
 
Zumal man hier einfügen muss: 8 km über eine Landstraße (Verbindungsstraße zwischen Ortschaften) zu gehen ist ein unzumutbarer und daher rechtlich unzulässiger Arbeitsweg, der allerdings als völlig richtig angesehen wird ("Wo ist das Problem?"). Gerade dass nicht beigefügt wird: "Was besseres hast du dir nicht verdient, du Arsch!"
 
Die andere Gegebenheit war die der erfolglosen Telefonate. Allein aus der Tatsache heraus, dass ich die Mitarbeiterin nicht erreichen konnte am Telefon (sie war nimmer im Haus oder sie hob nicht ab), kam von seiten des VISP - is' ja völlig logisch, oder? - die Mitteilung an das AMS, ich hätte nicht angerufen. Doch diese Mitteilung kann dazu führen, dass mein Bezug gesperrt wird. Das AMS wartet doch auf solche Meldungen! Mit Freude!!! Jedenfalls zeigt es die enge Verbundenheit und Zusammengehörigkeit, die ein Betrieb wie VISP und AMS zueinander verspüren. Der Arbeitslose ist bloß Arbeitskraft (Muskelkraft) und - aus Sicht des AMS, wie ich es verspüre* - Zahlungsempfänger. Und Gehalt bekommt man grad so viel, dass man nicht verhungert. Doch ist das mehr, als damals im KZ: Dort bekam man so viel, dass man verhungerte.
 
Wenn du dir das Stellenangebot ansiehst, das ich vom AMS-Tulln erhielt, wirst du merken, wie sehr die beiden - VISP und AMS - sich verbunden fühlen, wie sie ein und das selbe sind:
 
Zitate daraus: "Wir suchen ... die bei uns mitarbeiten ...". Ich beim AMS mitarbeiten? Denn unterschrieben ist das Schreiben von: Dieter P., AMS-Tulln. Lies nach. So als ob er VISP repräsentiert. Man kann sich denken, dass viel Information gerne oder auch im unbewussten Automatismus zum Schaden des Arbeitslosen von VISP zu AMS weiter gegeben werden ("Er hat nicht bei uns angerufen." , siehe oben und in den Mails).

Schlagworte Erfahrungsberichte
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